Am Montag, 23.03.2026 war es endlich so weit. Unser Sprecher Gottreich Albrecht durfte bei der Stadtvertretersitzung im Rathaus eine Rede für unsere Bürgerinitiative und unseren Einwohnerantrag für einen solidarisch finanzierten entgeltfreien Nahverkehr in Schwerin halten.
2252 gültige Unterschriften, die von der Wahlbehörde geprüft wurden, wurden schon 1 Woche zuvor an den Stadtpräsidenten S. Ehlers übergeben. Damit erfüllt das Anliegen die Voraussetzungen nach der Kommunalverfassung Mecklenburg-Vorpommern und muss politisch behandelt werden. Die Stadtvertretung bestätigte deshalb zunächst die Zulässigkeit des Einwohnerantrags.
Somit ist die Idee eines entgeltfreien Nahverkehrs in Schwerin noch lange nicht vom Tisch. Die Stadtvertretung hat sich jetzt erstmals mit einem entsprechenden Einwohnerantrag der Bürgerinitiative „Freifahrt.Jetzt.Schwerin“ beschäftigt. Abgelehnt wurde das Anliegen bislang nicht – stattdessen geht es nun zur weiteren Beratung in die Ausschüsse.
Unsere Idee eines solidarisch finanzierten entgeltfreien Nahverkehrs sorgt für eine neue Debatte in Schwerin. Nach dem bestätigten Einwohnerantrag mit 2252 Unterschriften beraten nun die Ausschüsse über das weitere Vorgehen.
Es gebe bereits Städte, die ein solches Projekt umsetzen – etwa Tallinn oder Luxemburg, so Gottreich Albrecht von der Bürgerinitiative. „Das Ziel unserer Initiative ist, dass sich nun die Schweriner Stadtvertretung mit dieser Möglichkeit beschäftigt. Wir haben die Hoffnung, sie überzeugen zu können und Unterstützung zu erhalten“, so unser Sprecher gottreich Albrecht.
Gert Böttger (die Linke) begrüßt den Einwohnerantrag: „Wir können diesen Bürgerantrag nur begrüßen. Es zeigt, die Bürger wollen mitgestalten“. Schon die Zahl der Unterstützer sei bemerkenswert: „Das ist schon eine Leistung, ein Einwohnerantrag, für den 2252 Schweriner unterschrieben haben.“ Der Bürgerantrag sei eine Möglichkeit, die diskutiert werden sollte. Deshalb solle er in den Ausschüssen weiter beraten werden, so Böttger.
Stadtverwaltung sieht rechtliche Hürden
Aus der Stadtverwaltung heißt es vorab aber bereits: Das Vorhaben sei derzeit rechtlich nicht umsetzbar, widerspreche bestehenden Beschlüssen – etwa zum geplanten regionalen Verkehrsverbund – und sei auch in finanzieller Hinsicht ohne eine detaillierte Prüfung nicht realisierbar.
Deshalb bleibt unsere Bürgerinitiative dran und wird in den Ausschüssen für die gemeinwohlorientierte und solidarische Lösung sprechen, damit bald ein solidarisch finanzierter entgeltfreier Nahverkehr in Schwerin möglich ist und andere Orte folgen werden.










