„Wer soll das bezahlen?“

Ein entgeltfreier, über Steuermittel finanzierter Nahverkehr klingt für viele nach Utopie.

„Wer soll das bezahlen?“

Diese Frage drängt sich auf, sie dient aber auch oft dazu, neue Lösungen zu verweigern und Argumente vom Tisch zu wischen, ohne sich mit ihnen auseinandersetzen zu müssen.

Wussten Sie schon, dass der Autoverkehr die Kommunen das Dreifache des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) kostet?

Der ÖPNV wird gern als Kostenfaktor wahrgenommen, dabei verursachen PKW und LKW viel höhere Kosten. Die wahren Kosten für andere Verkehre als den ÖPNV werden bisher gar nicht ausgewiesen.

Fakt ist auch: Der Kostendeckungsgrad von PKW- und LKW-Verkehr ist viel geringer als jener des ÖPNV.

Quelle: https://www.unikims.de/de/newsarchiv/der-autoverkehr-kostet-die-kommunen-das-dreifache-des-oepnv-und-der-radverkehr-erhaelt-die-geringsten-zuschuesse

Die Investitionen in unsere Straßen und Autobahnen werden in der Regel vom Steuerzahler gelassen hingenommen. Es gilt als selbstverständlich, dass diese Ausgaben von allen Steuerzahlern getragen werden, also auch von denen, die nicht Auto fahren.

Die 800 Meter abgesackte Autobahn 20 bei Tribsees kosten z.B. 150 Millionen Euro (Tendenz seit Beginn der Planungen steigend). Ein Meter reparierte Autobahn kostet dort also mindestens 187.500 €.

In Schwerin ließe sich mit diesen Kosten für 800 Meter Autobahn für etwa 8 Jahre ein Nahverkehr finanzieren, der für alle Nutzer entgeltfrei wäre.

Da drängt sich die Frage auf, ob eine Investition in bessere Schienenwege nicht die nachhaltigere Lösung wäre.

Nun sagen wahrscheinlich viele, dass sie gar nicht mit Bus und Bahn fahren wollten, selbst dann nicht, wenn das Angebot des ÖPNV mit einem dichteren Netz und kurzen Taktzeiten deutlich besser wäre und womöglich sogar entgeltfrei.

Diesen Mitmenschen seien folgende Fragen gestellt:

Haben Sie Kinder oder Enkelkinder, denen Sie eine lebenswerte Mutter Erde hinterlassen wollen?

Haben Sie von von den Klimazielen der UNO (Ziel 13 für eine nachhaltige Entwicklung) und der Weltklimakonferenz gehört? Hier können Sie alle Ziele lesen.

Haben Sie Zweifel an der Notwendigkeit einer Verkehrswende (unter anderem), um die international beschlossenen Klimaziele zu erreichen?

Wer soll denn damit anfangen, wenn nicht reiche Länder wie Deutschland?

Wenn wir es jetzt nicht schaffen, unsere Lebensweise in vielen Bereichen umzustellen, dann werden die Folgen später mit Geld nicht mehr gutzumachen sein! Die Finanzierung eines entgeltfreien Nahverkehrs sollte kein Problem sein, wenn die Gesellschaft seine Notwendigkeit erkennt.

Wir werden nicht locker lassen, unsere politischen Entscheidungsträger bei der Umsetzung zu unterstützen!

Schwerin soll Vorbild sein, aber wir denken auch weiter: Ein bundesweiter entgeltfreier ÖPNV ist möglich. Es folgt eine Grafik mit einem Vorschlag für eine erstrebenswerte Finanzierung im Sinne einer enkeltauglichen, friedlichen Zukunft.

Eine Utopie – oder nur ein anderer Blickwinkel?

Bildquelle: https://abruesten.jetzt/wp-content/uploads/2018/03/Milit%C3%A4rische-Infrastruktur-oder-%C3%96PNV-Nulltarif.jpg

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