Templin macht es vor – #Freifahrt.jetzt zu Gast beim Bürgermeister Detlef Tabbert.

FÜR EINSTIGER INS THEMA:

Zu Gast beim Bürgermeister in Templin

Fahrscheinloser Nahverkehr in der „Perle der Uckermark“
#Freifahrt.jetzt Initiatoren im Gespräch mit Bürgermeister Detlef Tabbert.

Bereits im Vorfeld der Entstehung unserer Initiative für einen entgeltfreien Nahverkehr erfuhren wir von der „kleinen Revolution“ im brandenburgischen Templin. Dort fuhren die Busse bereits einige Jahre kostenfrei – für alle Fahrgäste.

Torsten Müller, Karsten Jagau, Bürgermeister von Templin Detlef Tabbert, Maik Bening, Anita Gröger, Cornelia Siebung, Jana Wolff. Foto: Stephan Martini
Von links nach rechts: Torsten Müller, Karsten Jagau, Bürgermeister von Templin Detlef Tabbert, Maik Bening, Anita Gröger, Cornelia Siebung, Jana Wolff. Foto: Stephan Martini

Die Anfänge des Kostenfreien, entgeldfreien Nahverkehr in Templin

Im Jahr 1998 wurden die Fahrscheine abgeschafft. Neue Haltestellen kamen hinzu, die Busse verkehrten nun häufiger als vorher, auch wenig genutzte Strecken wurden nun mit Kleinbussen bedient. Von ursprüglich 41-Tausend Fahrgästen im Jahr explodierten die Fahrgastzahlen sprunghaft um mehr als das 14-fache auf über 600-Tausend an.

Diese schier unglaublichen Ereignisse machten uns neugierig. Für uns waren sie Grund genug mit dem Sekretariat in Templin Kontakt aufzunehmen. Daraus entwickelte sich schließlich ein Besuch von schweriner Aktivistinnen und Aktivisten beim Bürgermeiser Herrn Wolfgang Tabbert in Templin.

Was wir dort erfuhren war noch unglaublicher als das, was wir bereits wußten.

In seinem Büro im Rathaus erzählte uns Herr Tabbert mit viel Leidenschaft, Stolz und auch mit kleinwenig kritischem Blick über die Entwicklung des Busverkehrs in seiner Stadt. So Sprach der Bürgermeister sehr offenherzig über den Beginn des Projektes, über die Schwierigkeiten, die es zu überwinden galt, über die breite stadtgesellschaftliche Zustimmung für den Templiner Verkehrsbetrieb aber auch ungeschminkt darüber, warum der Busverkehr in Templin nicht ganz kostenfrei gehalten werden konnte.

Mit leuchtenden Augen erzählte uns Herr Tabbert über den deutlichen Rückgang der Verkehrsunfälle seit der Einführung des kostenfreien Busverkehrs in seiner Stadt.

Der kostenfreie Nahverkehr wurde zu entgeltfreien und dann zu sehr preiswertem Nahverkehr weiterentwickelt

Mit etwas traurigerem Blick jedoch berichtete uns Herr Tabbert darüber, dass die Busse oft auch als ”Partybus” missbraucht und von der “ärmeren” Bevölkerung als „Aufenthaltsort“ genutzt wurden. Auch wenn das viele Probleme mit der dortigen Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft mit sich brachte, hatte uns, leicht anarchistisch angehauchte Charaktere, dieser Umstand eher ein leichtes Schmunzeln hervorgebracht.

Für nur 44 Euro das ganze Jahr mobil

Heute gibt es eine personenungebundene Jahreskurkarte für nur 44 €, die nicht nur für den Busverkehr, sondern auch für kulturelle Angebote in Templin in Anspruch genommen werden kann.

In den drei Stunden beim Bürgermeister wurde uns deutlich vor Augen geführt welch eine schwierige Herausforderung vor uns liegt.

Zugleich aber hat der Besuch in Templin um so mehr unseren Entschluss bekräftigt in Schwerin eine Bürgerinitiative für einen kostenfreien Nahverkehr auf dem Weg zu bringen.

Von Templin lernen

So wie in Templin möchten wir auch die Vorteile, die ein kostenfreier Nahverkehr mit sich bringt, in Schwerin erfahren können, aber mit Verlaub – die Probleme auch – denn das Leben sollte hin und wieder auch mal ein „Partybus“ sein.

ZDF „Drehscheibe“ über den kostenfreien Nahverkehr in Templin.

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